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Archiv für die Kategorie 'Medien'

Als bekennender Fan der Serie Boston Legal stieß ich einer der späteren Folgen der letzten Staffel auf eine interessante Theorie, warum das Niveau der ausgestrahlten Fernsehsendungen immer weiter ins schier Bodenlose sinkt:

Es liegt gar nicht daran, dass die Menschen immer primitiver werden. Vielmehr sind die Handys[1] schuld, denn viele Menschen benutzen sie fortwährend und eben auch, während sie fernsehen.

Da sie also nun nur noch mit einem halben Ohr und einem halben Auge[2] dem Programm folgen, muss man das eben entsprechend seicht gestalten, damit man dem Ganzen noch folgen kann.

Ich bin ja so froh, dass ich den Blödsinn schon vor langer Zeit abgeschafft habe… Den Fernseher, nicht das Handy ;-)


[1] - schrecklich-deutsch für Mobiltelefone

[2] - Gemeint ist natürlich die Hälfte aller Ohren und die Hälfte aller Augen, das macht unter dem Strich ein Auge und ein Ohr…

Kürzlich las ich – wie jeden Morgen – die Nachrichten bei Tagesschau.de. Dort interessierte mich auch ein Artikel über die Unruhen in Thailand, allerdings wurde mein Blick schnell durch eine Bildunterschrift eingefangen[1]:

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Was ist da passiert? Ganz klar, die Rechtschreibreform hat zugeschlagen, denn wie wir alle wissen schreibt man aufwändig inzwischen mit einem “ä” und nicht wie früher aufwendig, denn es kommt ja von Aufwand.

Folgende Tabelle mag verdeutlichen, was sich vermutlich abgespielt hat:

Substantiv Adjektiv
(alte Schreibweise)
Adjektiv
(neue Schreibweise)
Aufwand aufwendig aufwändig
Brand brennend bränend

 

Da kann man mal sehen, auf welche tollen Ideen einen diese Reform bringt…

Übrigens heißt das Verb zu Aufwand nach wie vor aufwenden und nicht etwa aufwänden – das hätte dann ja auch etwas mit einer Wand zu tun und ist vermutlich ein Fachbegriff aus dem Maurerhandwerk *seufz*


[1] - Aus Gründen die sich meiner Kenntnis entziehen, ist der Artikel so nicht mehr aufzu… Der Artikel ist weg.

Das ist eine der drei Fragen, die die ARD von Infratest dimap in einer “repräsentativen Erhebung”[1] telefonisch an 1002 Personen stellen ließ.

Was kam dabei raus:

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Jetzt gibt es also nicht nur 81 Millionen Bundestrainer sondern zusätzlich sind diese in Personalunion auch noch Verteidigungsminister – großartig.

Ich gebe nur zu bedenken, dass die Bundeswehr keine Nationalmannschaft ist, auch wenn sie das Schwarz-Rot—Gold am “Trikot” trägt. Außerdem kann man ihre Leistung wohl kaum einschätzen, denn ihre “Auswärtsspiele” werden nicht im Fernsehen übertragen.


[1] - Wer legt eigentlich fest, was repräsentativ ist? Repräsentativ bedeutet doch wohl, dass das Meinungsbild der Gesamtbevölkerung widergespiegelt wird, das kann ich mir bei einem derart kleinen Personenkreis beim besten Willen nicht vorstellen. Also handelt es sich wohl um eine Verwendung des Worts “repräsentativ”, weil es toll klingt…