21.07.2010
Braucht man wirklich ein Auto…?
Die Frage habe ich mir unlängst zum wohl hundertsten Mal in meinem Leben gestellt.
Knappe 99 mal hat mein innerer Schweinehund diese Frage mit einem lauten “Natürlich” beantwortet – es ist ja auch bequem, wenn man so einen fahrbaren Untersatz vor der Türe stehen hat, der einen bei jedem Wetter komfortabel und faul die knappen 800 Meter bis zu Aldi trägt.
Da das nicht nur ungesund sondern auch noch Geldverschwendung ist, habe ich meinen geliebten Polo[1] kurzerhand verkauft.
Dem Ganzen ging eine kurze Überlegung voraus, die mir klar machte, dass ich ein Auto eigentlich nur an jedem zweiten Wochenende benötige, wenn ich mit den Kindern zu meinen Eltern fahre. In den Zeiten dazwischen kann ich dank meines Studierendendaseins in Koblenz kostenlos mit dem Bus fahren und ferner besitze ich ja noch ein recht passables Fahrrad und dazu einen schicken 38-Liter-Rucksack, mit dem das Einkaufen nun auch noch einen sportlichen Aspekt erhält.
Für die Kinderwochenenden miete ich mir nun mit ADAC-Rabatt jeweils einen Mietwagen.
Wie angenehm das doch ist, kein Auto mehr in die Werkstatt oder zum TÜV bringen zu müssen, keine Reifen mehr kaufen zu müssen, kein Auto waschen zu müssen…
Ich hole ein technisch einwandfreies, sauberes und relativ neues Auto ab und wenn es nach dem Wochenende schmutzig ist, dann gebe ich es zurück.
Außerdem eröffnet es mir die Möglichkeit, mir alle zwei Wochen ein anderes Auto zur Probe zu fahren, worüber ich mal so eine Art Fahrtenbuch führen werde.
[1] - Zugegeben, in der letzten Zeit kriselte unsere Beziehung ein wenig, weil er jedweden Fahrversuch mit grauenhaften Geräuschen im Bereich seines rechten Vorderrades beantwortete, so dass ich mich nicht einmal traute, die Alus aufzuziehen…