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Archiv für die Kategorie 'Film'

Ein netter Film, kurzweilige Unterhaltung, leider allzu vorhersehbar.

Allerdings wieder eine gute Gelegenheit, auf die Details zu achten, da meine Aufmerksamkeit für die Handlung wohl kaum gebraucht wurde…

Mitten im Film taucht plötzlich ein GPS-Empfänger der Marke Garmin auf, was gleich in dreierlei Hinsicht Anlass zum Zweifeln gibt:

  1. Whiteout_Camp_One_OneAngeblich bewegen sich die Darsteller am Südpol oder dessen Nähe, die Außentemperatur beträgt -60° C.

    Whiteout_GPS_Specs Die technische Spezifikation des Garmin GPSMap 60 Cx lässt sich ziemlich deutlich darüber aus, in welchem Temperaturbereich das Gerät verwendet werden kann…

  2. Whiteout_GPS_1 Madame sagt während der Fahrt plötzlich “Wir sind da”, nachdem ein eigenartiges Piepsgeräusch ertönt, was sie aber gar nicht erkennen kann, da im Film auf dem Display der Satellitenstatus zu sehen ist. Das Geräusch stammt auch nie und nimmer von dem Gerät – das klingt anders, wie man als geübter GeoCacher weiß ;-)
  3. Wenn man mal nachschaut, wo sich die auf dem GPSR gezeigte Koordinate tatsächlich befindet, dann kommt man auf eine landschaftliche recht nette Gegend – in Kanada:

    Whiteout_Map
    Das lässt die Aussage “Wir sind da” in einem eher eigenartigen Licht erscheinen, immerhin hat die Dame sich um knapp 15.050 km verfahren.

Schade, schade, schade…

Der Film bietet übrigens noch viele weitere Ungereimtheiten. Wer vergleichen möchte, ob er alle gefunden hat, der kann ja mal in der IMDB nachschauen.

Jens

Auvisio Mini-Media-Player

imageIch bin eifriger Nutzer des Angebots von onlinetvrecorder.com, wo man Fernsehsendungen aufnehmen und später eventuell runterladen und anschauen kann. Das ganze ist kein Problem, da wir keinen Fernseher besitzen und uns die Filme dann und wann direkt auf dem großen TFT-Display anschauen.

Unpraktisch wird die Sache dann, wenn man daran gewöhnt ist, Filme auf seinem Fernseher anzuschauen, denn dann muss man entweder alle Filme auf eine CD oder DVD brennen, um sie mit dem DVD-Player auf den Fernseher zu übertragen, oder aber zu einer der vielen Mediacenterlösungen greifen, die meistens noch DVB-irgendwas-Empfänger, Festplattenrekorder und Waschmaschine in einem sind und dementsprechende Preise haben.

Alle diese Lösungen haben eines gemeinsam: Sie kosten entweder zu viel Geld oder zu viel sinnlose Zeit und Rohlinge.

Daher kamen ein Kommilitone und ich vor kurzem auf die Idee, basierend auf einem Mikrocontroller der ATmega-Familie, ein kleines Gerät zusammenzulöten und entsprechende Software zu schreiben, damit man auf der einen Seite einen USB-Stick mit einer Filmdatei einstecken kann und das Gerät auf der anderen Seite an den Fernseher anschließen kann.

Quelle: pearl.deNatürlich hatte die gleiche Idee vorher schon jemand und für 20,- Euro kann man das ganze einfach nicht selber entwickeln, also habe ich mir den Auvisio Mini-Media-Player bestellt und getestet.

Das Gerät ist denkbar einfach aufgebaut und die Bedienung ist ähnlich simpel:

  • USB-Stick oder USB-Festplatte bis 1TB anschließen
  • Strom anschließen
  • AV-Kabel mit drei Cinch-Steckern am Fernseher und dem Klinkenstecker am Mediaplayer anschließen
  • Programm am Fernseher suchen (bei mir war es AV2)
  • ggf. über Setup an der Fernbedienung Einstellungen anpassen, z.B. Ansichtsverhältnis des Fernsehers (16:9, 4:3,…)
  • Fernbedienung benutzen, um durch die Menüs (s. Bild) zu wandern und die entsprechende Mediendatei auszusuchen

Die Angaben, welche Dateitypen abspielbar sind, konnte ich fast vollständig nachvollziehen, allerdings ließ sich die mov-Datei nicht abspielen, stattdessen wurde das nächste Video in der Dateiliste abgespielt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Gerät seinen Preis wert ist, wenn man mal bedenkt, wie viele Stunden am PC man sich spart, in denen man sonst Filme für das Brennen umgerechnet hätte, dazu kommen die Stromkosten, die man durch den Wegfall der Umrechnerei spart.

Jens

28 Weeks later

28WeeksLater_poster02[1] Nachdem ich von 28 days later damals schon sehr beeindruckt war, habe ich mir heute die Fortsetzung angeschaut, die in Teilen genauso bedrückend ist, wie der erste Teil.

Regisseur Juan Carlos Fresnadillo malt hier ein düsteres Bild auf der nahezu menschenleeren englischen Insel, auf dem die letzten mit dem Wutvirus Infizierten inzwischen verhungert sind und die U.S.-Streitkräfte die Kontrolle und die Aufräumarbeiten übernommen haben.
Die wenigen Überlebenden und die ersten Heimkehrer kommen in einer bereinigten und gesicherten Zone unter, in der es aufgrund einer Fehleinschätzung zu einem Wiederaufflammen der Krankheit kommt.

Im weiteren Verlauf des Filmes versucht man auf typisch amerikanische Weise, der Bedrohung Herr zu werden:

  • zunächst Scharfschützeneinsatz gegen alle Infizierten,
  • als das nicht hilft kommt es zum Waffeneinsatz gegen alles, was sich bewegt,
  • Einsatz von Brandbomben gegen die gesamte gesicherte Zone,
  • Einsatz von Giftgas

Der Film fällt im weitesten Sinne in die Kategorie “Horror”, mir gefällt aber eher, weil er durchaus realitätsnah aufzeichnet, was im Umgang mit biologischen Waffen passieren könnte. Außerdem gibt er mit vielen  Einstellungen Gelegenheit, darüber nachzusinnen, wie man sich selbst in dieser oder jener Situation verhielte, welche Entscheidungen man träfe.

Für schwache Nerven ist er trotzdem nichts.