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Archiv für die Kategorie 'GeoCaching'

Jens

Klettertreffen–die Zweite

Was war?

IMG_3936Abgesehen davon, dass ich zu spät kam war es doch ein schöner Nachmittag, das Wetter hat dabei fast ein bisschen zu gut mitgespielt, dass es mich nach zwei Stunden nach ein wenig Schatten dürstete – so viel Sonne am Stück bin ich nicht mehr gewöhnt.

Wir haben verschiedene Abseilgeräte ausprobiert und nicht bei wenigen steht als nächste Anschaffung ein Petzl RIG oder ein Petzl I’D auf dem Plan. Außerdem stand eins der kleinsten Sicherungsgeräte überhaupt zum Praxistest an, das FUSE von Mammut, das so klein und leicht ist, dass man es eigentlich immer als Zweitgerät am Gurt tragen kann – für den Fall eines Falles.

image image image

RIG

I’D s

FUSE

 

Und wir haben eine Seilbahn gebaut Smiley

Was haben wir gelernt?

In diesem Punkt steckt weder Kritik noch irgendeine Form von “sich über andere lustig machen”.

  • Wenn man ein Gerät ausprobiert, das man nicht kennt, sollte man sich sichern lassen.
  • IMG_3925Ein Kurzprusik am freien Seilende sollte auch bei deutlich angehobenem Bein nicht in oder gegen das Abseilgerät laufen (s. Bild).
  • Wenn man sich an einem Geländer abseilt, dann sollte man darauf achten, dass dort nicht gerade eine Stelle ist, wo zwei Teile nur ineinander gesteckt sind.
  • IMG_3944Irgendwie klappt das mit dem Aufbau der Seilbahn noch nicht so richtig…
  • Man muss sich nicht unter einer Seilbahn entlang hangeln, man kann sich auch sehr elegant auf dem Seil bewegen.
Was wollen wir beim nächsten Mal machen?
  • Flaschenzüge (AV-Flaschenzug, Schweizer Flaschenzug):
  • Aufbau Seilbahn / Seilsteg mit Fotodokumentation
  • und die Bewegung auf dem Seil und wie man von der einen in die andere Position kommt:
  • immer noch: Full Circle Rig:

  • und alles das, was Ihr gerne machen wollt…
Einige interessante Links:

Das Seil & Knoten Diplom (Sir Vival)

Ausbildungsunterlage der Bergwacht zu Flaschenzügen

Gerhard Icklers Alpinpage

In unserem Kletter-Kaffekränzchen haben wir uns kürzlich mit dem Thema “Retten eines Kletterers” beschäftigt.

In diesem Zusammenhang entstand bei mir die Frage, wie man einen Kletterer ein paar Zentimeter anheben kann oder auch aus der Tiefe heraufholen kann, ohne dabei eine Unmenge an Ausrüstung zu benötigen, wie es bei anderen Anleitungen benötigt wird.

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, die gerade genannte Seite ist klasse und die Anleitungen sind es auch, aber ich habe weder das Geld übrig, mir die ganzen Rollen und so zu kaufen, noch möchte ich die aufgrund einer Eventualität immer mitschleppen.

Die Lösung ist ganz einfach:

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Natürlich gibt es hier Seilreibung, aber probiert es einfach aus, es funktioniert prima.

Ich habe noch einen Verbesserungsvorschlag hierzu erhalten, der darin besteht, weiche Unterlegscheiben dazwischen zu legen – Dank an Newbornfire.

Jens

Mechanik für T5-Kletterer

Nachdem ich beinahe einem Denkfehler aufgesessen wäre, habe ich mal schnell ein Experiment zum Thema “Seilanschlag am Ast” durchgeführt.

Die Ausgangsfrage: Ist die Belastung für den Ast bei der Würgeschlingentechnik tatsächlich nur halb so stark wie beim Seil, das über den Ast wieder nach unten geführt und dort befestigt ist?

Ja, das ist so.

Materialliste für das Experiment:

  • eine Küchenwaage mit Wandbefestigung
  • eine eckige Flasche
  • eine Schnur
  • eine Tasse

Die Tasse wiegt ziemlich genau 200 g

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Mein “Ast” wird auf die Waage gelegt und die Waage genullt

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Tasse direkt am Ast: 200 g

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Tasse an umgelenktem Seil: 350-400 g

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Nun werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen, dass der Fixpunkt hierbei die doppelte Kraft aufnehmen muss :-)

Nach einer Diskussion im Cachebrett, unserem regionalen GeoCaching-Forum, kam die Idee auf, mehr oder weniger regelmäßige Treffen von (T5-)Kletterern und Kletterinteressierten abzuhalten.

Das Ziel des Ganzen soll nicht sein, nach einem Lehrplan Dinge beizubringen, sondern miteinander praktisch zu arbeiten, voneinander zu lernen und Kritik zu empfangen und zu geben.

Heute war das erste Treffen, das an der Uni statt fand.

Für diesen Platz habe ich mich entschieden, weil dort eine Vielzahl von Situationen abgebildet werden können, auf die der gemeine GeoCacher[1] im Laufe seiner T5-Karriere stößt:

  • Brücken
  • Bäume
  • Wände
  • Gebäude

Mit dabei waren heute:

GeoToTheMax, glamourbabe, aidualC13, cdraws, SilverGeo, newbornfire, gregory1337, medo42

Leider wurde es gegen 15 Uhr sehr, sehr windig und es drohte schlechtes Wetter, daher haben wir vorzeitig eingestellt.

Ein paar Impressionen:

IMG_6068IMG_6056 

Nichtsdestotrotz haben wir ein bisschen was getan, was ich hier in absoluter Stichwortform angebe und was dadurch hoffentlich nicht zum Nachahmen ohne Anleitung verleitet aber durchaus neugierig machen soll:

Würgeschlingentechnik:

Lessons learned:

  • Seilschutz auch über die Schlinge

Vorgehen:

  • Pilotschnur auswerfen
  • Seilschutz aufs Seil aufziehen
  • Pilotschnur am Seil befestigen
  • Seilanfang bis zum höchsten Punkt ziehen und Seilschutz unten halten
  • Schlaufe mit Butterflyknoten[2] in die Stelle, die noch am Boden ist
  • Seilschutz über die Schlaufe ziehen
  • Pilotschur durch Schlaufe
  • Seilanfang mit Pilotschnur herunterziehen
  • Klettern
  • mit anderem Seilende kann die Schlaufe später wieder heruntergezogen werden

Abseilen von Brücke mit Überhang

  • Verhalten und Sichern beim Übersteigen

verschiedene Arten von Seilschutz verglichen

Retten aus dem Seil
(hier steckt noch viel Potential)

Materialbedarf:

  • Bandschlinge kurz
  • ein oder zwei Prusikschlingen
  • 2 Schraub- oder Twistlock-Karabiner, davon ggf. mindestens ein HMS
  • Handsteigklemme (oder weiterer Prusik)
  • Achter oder anderes Abseilgerät

Vorgehen:

  • Auf- / Abstieg zur hilflosen Person (HP) bis ca. 50 cm oberhalb
  • Eigensicherung!
  • Bandschlinge am Gurt der HP befestigen
  • Prusik am Seil der HP 50cm oberhalb befestigen
  • Bandschlinge mit Schraub- oder Twistlock-Karabiner am Prusik befestigen
  • Abseilgerät der HP noch nicht entlasten
  • Prusik oder Handsteigklemme (mit Sicherungskarabiner) unterhalb des anderen Prusik anbringen
  • HMS-Karabiner oder Achter oder anderes Abseilgerät mit Schraubkarabiner an zweitem Prusik oder Handsteigklemme anbringen
  • Seilende der HP nach oben ziehen und an Gurt der einbinden
  • Seil der HP in Sicherungsgerät einlegen, straff ziehen und ggf. mit Prusik oder Gardaschlinge[3] sichern
  • ALLES ÜBERPRÜFEN
  • Sicherungsgerät der HP langsam entlasten und ausbauen
  • Bandschlinge an Gurt der HP lösen
  • HP mit Abseilgerät langsam ablassen

Ideen fürs nächste Mal:

Anmerkung:

Wenn ich etwas falsch wiedergegeben habe, dann korrigiert mich bitte.

  1. pyxidis insectator vulgaris []
  2. Dank für den Hinweis an Silvergeo, dass ein Achter hier Probleme verursachen kann []
  3. Die Gardaschlinge sollte nur mit TwistLock- oder Schraubkarabinern gebaut werden []

Im GC-Forum hat jemand auf ein neues GeoCaching-Magazin hingewiesen. Ich habe mir die Webpräsenz dieses Machwerks mal angeschaut und stelle fest:

  1. So etwas braucht echt kein Mensch.
  2. Die GeoCacher sind als Konsumzielgruppe entdeckt worden.

GeoCaching ist ein Sport, der aufs Internet setzt und so sollte es auch bleiben. Insbesondere sollte man die dort verlangten 4,20 Euro lieber in Ausrüstung investieren, als in ein Druckwerk, in dem man letztlich nur Informationen findet, die es im Internet kostenlos gibt.

Es wird echt Zeit, dass dieser GeoCaching-Boom ein Ende hat, damit nicht noch mehr Menschen versuchen, damit Geld zu verdienen und uns noch mehr in die Öffentlichkeit zerren…

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