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Archiv für die Kategorie 'Hardware'

Aus beruflichen Gründen benötigte ich kürzlich eine mobile Internetverbindung. Das Abrufen meiner E-Mails über das N97 ist eine ganz nette Sache, aber Recherchen für eine wissenschaftliche Arbeit sind mit einem Mobiltelefon nur sehr unkomfortabel realisierbar.

Die Entscheidung für den WebStick von Medion in Verbindung mit der 30-Tage-Internet-Flatrate war schnell gefällt, da ich hier nicht an einen Vertrag gebunden bin.

Die Installation, Einrichtung, das Aufladen des Guthabens und das Buchen der 30-Tage Flatrate waren unproblematisch, allerdings gab es direkt danach Probleme mit der Verbindung.

Die Anwahl erfolgte immer verzugslos, die hergestellte Verbindung brach jedoch nach 15 bis 60 Sekunden wieder zusammen.

Zwar zeigte mir der MEDION-Verbindungsassistent immer noch eine Verbindung und auch eine IP-Adresse war noch vergeben, aber ich bekam keine Verbindung zu einem DNS-Server, was den vollständigen Verlust der Namensauflösung zur Folge hatte.

Die endgültige Lösung des Problems lag im entfernen des USB-Verlängerungskabels, dass zwangsweise[1] zwischen Notebook und WebStick verwendete.

Nachdem ich das Notebook etwas erhöht aufstellte und den WebStick direkt an das Notebook anschloss, hatte ich auch eine stabile Verbindung, über die sowohl Skype, als auch Fritz!VPN und das VPN ins Uni-Netzwerk funktionierten.

Problem gelöst? Schauen wir mal.


[1] - Bei neueren ThinkPads sind die USB-Anschlüsse senkrecht verbaut, so dass zu breite USB-Geräte über die Gehäuseunterkante ragen.

Mit drei älteren Festplatten wollte ich heute noch schnell ein paar Testläufe meiner Forensik-Software machen.

Schnell. Klarer Fall von “Denkste”

Die Erste wurde gar nicht erkannt, die Zweite gerade so die Dritte versagte dann vollends jegliche Kommunikation und mit meiner externen 2TB-Platte wollte meine forensische Arbeitsstation [1] dann so gar nicht mehr reden *seufz*

Die ganze Sache wurde um so mystischer, als alle drei Platten unter Windows 7 erkannt wurden und einwandfrei liefen.

Nach gut einer Stunde Sucherei kam es zur Verzweiflungstat: Ich habe die Jumper von der Platte Nummer 3 abgezogen und siehe da: Es geht!

Platte Nummer 1 funktionierte, nachdem ich ihr per Jumper zugesichert hat, dass sie die einzig Wahre ist [2].

Erlebt habe ich diese Abgrundtiefen der Informationstechnik mit folgendem Zubehör:

Betriebssystem: Ubuntu Linux 8.04 LTS “stubborn skunk” [3]

Adapter: delock USB 2.0 IDE Converter (Datenblatt)

Platte 1: Seagate U Series 5 – 20 GB
Platte 2&3: Western Digital WD400EB – 40 GB

IMG_1592 IMG_1590

Ein paar kleinere Versuche ergaben, dass die WD-Platten sowohl ohne Jumper als auch mit der Stellung Cable Select laufen.

Die Seagate nur in Stellung Master, no Slave.


[1] – Ubuntu 8.04 LTS mit SleuthKit 3.1.0 und anderen Spielereien

[2] – Master, no Slave

[3] – Ubuntu kriegt immer lustige Tiernamen – auch von mir, wenn es mich ärgert

Jens

Brother MFC-7440N

Quelle: brother Ich bin eigentlich kein Freund von Multifunktionsgeräten, was im Wesentlichen zwei Gründe hat:

  1. Man kauft oft mehr, als man eigentlich braucht und
  2. wenn eine Funktion den Geist aufgibt, dann muss man in der Regel das komplette Gerät austauschen.

Nun ist es aber in diesem speziellen Fall so, dass ich einfach nicht einsehe, dass ich in einem ohnehin relativ kleinen Arbeitszimmer nicht noch Stellflächen für einen Scanner, ein Faxgerät und einen Laserdrucker bereitstellen möchte.

Die Kaufentscheidung fiel diesmal relativ leicht, weil ich bereits einige verschiedene Modelle der Brother Multifunktionsgeräte in der Uni installiert und eingerichtet habe und ich so zum Einen weiß, dass diese Geräte wenig störanfällig sind und zum Anderen gleichzeitig ein sehr hohes Maß an Komfort in der Bedienung bieten. Was ich damit sagen will: Sie sind absolut Nutzersicher [1].

image Man drückt auf Fax, Scanner oder Kopierer und auf dem Display steht alles, was man tun muss.

Gleichzeitig ist die Software so einfach und übersichtlich gehalten, dass die Bedienung und Konfiguration auch auf diesem Weg sehr einfach gelingt.

Ein weiterer Grund, mich für dieses Gerät zu entscheiden, ist die einfache Netzanbindung und die Möglichkeit, mit allen Computern im Netzwerk zu scannen.

Ein zusätzliches Plus ist eine erweiterte Garantie von insgesamt drei Jahren. Nach deren Ablauf wird sicherlich ohnehin die Anschaffung eines Neugeräts [2] fällig.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Brother liegt relativ hoch, aber bei Amazon bekommt man das Gerät für gut 100,- Euro weniger, somit bekommt man gute Leistung für einen guten Preis. Der Preis für Toner von anderen Herstellern oder Wiederauffüllern liegt bei etwa 25,- Euro, Originaltoner kostet knapp 60,- Euro. Bei einer Kapazität von etwa 2600 Seiten ist das ein sehr guter Preis, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass die winzige Tintenpatrone für mein ehemaliges Samsung-Faxgerät nicht für unter 50,- Euro zu haben ist und diese außerdem nach knapp drei Monaten so vertrocknet ist, dass man sie nur noch fachgerecht entsorgen kann.


[1] – Das Symbol, dass im Normalfall auf Geräte geklebt wird, die selbst von technischen Nilpferden fehlerfrei bedient werden können, ist der angebissene Apfel, aber aus Gründen, die wohl nur ein Rechtsanwalt erklären kann, sollte ich das hier nicht veröffentlichen ;-)

[2] – Schneller, höher, weiter…

Jens

Produktzerlegevideos

Als ich vor n [1] Monaten von meinem Bruder einen gebrauchten PowerMac G4 bekam und nach einiger Zeit daran etwas aufrüsten wollte, da war ich von den Anleitungen auf der Apple-Support-Seite beeindruckt, die jeden kleinen Handgriff zeigen, der zum Zerlegen, Einbauen und Umbauen nötig sind.

Wenig später hatte ich ein Temperaturproblem mit meinem Thinkpad X60 und wollte das Ding innen gerne reinigen. Um die Frage grundsätzlich zu klären, habe ich den Lenovo-Support angerufen und dort sagte man mir, dass jedes Gerät so weit zerlegt werden darf, wie es die Videos zeigen.

Videos…?

Kurz gesucht und schnell gefunden setzte das sofort neue Maßstäbe:

Es gibt eine Übersichtsseite über alle Lenovo Notebook-Modelle, wählt man dort den passenden Typ, erhält man eine weitere Seite mit allen für diesen Typ verfügbaren Videos und beim Klick auf ein bestimmtes Thema die passende Anleitung oder das passende Video.

Diesen Service halte ich bereits für großartig, aber unschlagbar cool [2] ist wohl folgende Art von Zerlegevideos von TechRestore:



[1] – In der täglichen Sprache spricht man ja oft von “x Monaten”, angehende Informatiker verwenden für eine ganze, positive Zahl dann aber doch eher die Variable “n”…

[2] – “cool” ist so ein 80er Jahre-Ausdruck und bedeutet in etwa das gleiche wie “krass”

Der geneigte Leser hat eventuell mitbekommen, dass ich seit einiger Zeit eine neue Grafikkarte mein eigen nennen, die mich aber dummerweise dazu zwang, mein liebgewonnenes Gehäuse, das Silverstone L-17


aufzugeben.
In den unendlichen Tiefen der Katakomben unter dem Rechenzentrum, wo die Institute ihren Computerschrott abladen, fand ich ein im Prinzip sehr gutes Gehäuse, das Chieftec Dragon. Das wirklich sehr gut aufgebaute Gehäuse ist, dennoch mit 54 cm Gehäusetiefe für die Grafikkarte fast zu kurz. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, die verbauten sechs Festplatten ausreichend zu kühlen und bei 70° C Festplattentemperatur hört bei mir der Spaß auf.

Also musste ein neues Gehäuse her und schon nach kurzer Zeit hatte ich einen Favoriten, der aber leider so gut wie nirgendwo lieferbar war, es sei denn, ich wäre bereit, statt der empfohlenen 139,- EUR bei einem ebay-Händler 240,- EUR hinzulegen.

Nein, ich kann warten…

Konnte ich tatsächlich, aber nun steht es in meinem Wohnzimmer und es ist ein Traum :-)

Wovon ich hier eigentlich rede? Vom Zalman GS 1000 Plus

Was mir, abgesehen vom Äußeren, an diesem Gehäuse sehr gut gefällt, ist dass das Innere wirklich sehr viel Platz bietet und durchdacht aufgebaut ist (s. Galeriebilder).
Das Gehäuse kommt mit zwei eingebauten 12cm Lüftern sowie zwei weiteren, kleineren, die sich in den beiden Frontklappen verbergen, hinter denen jeweils drei Festplatten in Schnellwechselhalterungen eingebaut werden können. Dabei befindet sich hinter den unteren drei Platten eine Rückwand, in der die benötigten Anschlüsse für SATA-Festplatten fest eingebaut sind, was eine Verkabelung von innen überflüssig macht.
Im Betrieb erreichen die Platten nun Temperaturen zwischen 25 und 30°C, womit ich sehr gut leben kann.

Eine weitere nette Idee ist die Schnellwechselhalterung für das Netzteil, die allerdings nur dann sinnvoll ist, wenn man eines dieser modernen Netzteile mit abnehmbaren Kabel besitzt.

Ich habe das Gehäuse mit einer temperaturabhängigen Lüftersteuerung von LianLi ausgestattet, die zum einen echt klasse aussieht und zum anderen mittels der 4 im Lieferumfang enthaltenen Temperaturfühler die Drehzahl der Lüfter steuert.

Ein weiterer absolut ausschlaggebender Punkt ist die Gehäusetiefe von 64cm, die auch zwischen größeren Grafikkarten und den Laufwerken ausreichend Platz lässt.

Nicht zuletzt gefällt mir sehr gut, dass die vorderen USB- und Audio-Anschlüsse auf der Gehäuseoberseite angebracht sind, da das Gerät direkt neben mir steht und das Kopfhörerkabel so nicht mehr irgendwo rumliegt oder hängen bleibt.

Was ein weiterer und nicht unwichtiger Grund für den Kauf war, ist dass das Gehäuse einfach klasse aussieht – habe ich schon gesagt? Egal, das kann man nicht oft genug erwähnen.