06.07.2011
E-Books auf dem iPhone genießen
Ich lese relativ viel auf dem iPhone, das habe ich schon auf dem N97 getan und daran soll sich nichts ändern. Lesen bildet bekanntlich und das iPhone hat man ja immer dabei, wenn man gerade mal wieder irgendwo warten muss oder im Bus bzw. Zug sitzt.
E-Books können auf dem iPhone mit der kostenlosen App iBooks gelesen werden, allerdings nur, wenn sie im vorgeschriebenen Format ePub vorliegen. Natürlich könnte man auch pdf-Dateien lesen, aber dabei geht einiges an Komfort verloren, den iBooks bietet (wie z.B. das Englisch-Englisch Lexikon).
ePub-Converter
Ein wenig Recherche nach Programmen, um ePub-Dateien herzustellen, brachte mich auf die kostenlose Software ePub Converter. Die hiermit erzielten Ergebnisse waren allerdings eher enttäuschend, da aus reinem Fließtext irgendetwas Undefinierbares mit zweifachem Zeilenabstand wurde.
Stanza
Der nächste Versuch galt der Kombination von Stanza for iPhone und dem zugehörigen Stanza Desktop.
Der Downloadlink für Stanza Desktop verbirgt sich gut getarnt an der rechten Seite, hinter dem jeweiligen Betriebssystemsymbol:
Stanza for iPhone gibt es selbstverständlich im AppStore.
Während der Installation der Desktop-Komponente wurde ich darauf hingewiesen, dass ich Apples Netzwerkprotokoll Bonjour mitinstallieren müsse, um E-Books drahtlos vom Desktop auf das iPhone übertragen zu können.
Mein erster Versuch der Konvertierung galt der offiziellen Anleitung des iPhones im pdf-Format, die auch gleich gründlich schief ging. Bilder und Grafiken bereiten anscheinend Schwierigkeiten.
Wesentlicher sind ohnehin Bücher, die rein textueller Natur sind, also habe ich mal zwei Bücher, die es mal irgendwo kostenlos zum Download gab, der Konvertierung zugeführt und war mit dem Ergebnis zufrieden.
Die Verarbeitungszeit fällt kaum ins Gewicht, nur ab einer gewissen Seitenzahl streikt die Software:
15.000 Seiten “Lorem-Ipsum” führten zu einem genervten “Out-of-Memory-Error”.
Die drahtlose Synchronisation ließ sich nicht so richtig dazu überreden, ihre Dienste zu leisten, woraufhin ich mir dachte, dass ich ja nun Dateien im Format für iBooks habe, also warum nicht dort lesen?
Die Synchronisation von ePub-Dateien geschieht über iTunes[1] und klappt problemlos. Der einzige Haken ist, dass teilweise die Informationen wie Titel, Autor und Deckblatt auf der Strecke bleiben, diese kann man jedoch mit einem Rechtsklick und dem Kontextmenüeintrag Informationen korrigieren. Dort lässt sich sowohl der Titel und der Autorenname anpassen, als auch ein Titelbild hinzufügen.
Fazit
Stanza for iPhone braucht man eigentlich nicht, weil die ePub-Bücher in iBooks lesbar sind. Eventuell gibt es Komfortfunktionen in Stanza, die ich im Moment nicht brauche. Die Konvertierung funktioniert ausreichend gut, um Bücher, die im pdf-, doc-, oder anderen Formaten vorliegen zu konvertieren.
Das Ergebnis, das Stanza abliefert ist allerdings alles andere als schön, z.B. gibt es unnötig breite Seitenränder, so dass ich als Folge zu diesem Artikel einen mehrteilige Anleitung zur Überarbeitung bzw. zum Erstellen von ePub-Dateien veröffentlichen werde.
- Worüber auch sonst? [↩]
Inzwischen ist die Software ePub-Converter von hexisoft nicht mehr kostenlos zu haben, da hat sich wohl zwischen der Erstellung meines Artikels und heute einiges getan – schade eigentlich.
In Kürze werde ich aber versuchen, eine andere kostenlose Software vorstellen
Hallo, schön mal wieder was hier zu lesen
Um mal als Komplement eine Empfehlung für Android zu ergänzen, ich verwende da den FBReader (eigentlich FBReaderJ), für den leider kein Port auf iDinge existiert. Dieser liest das Fictionbook-Format (.fb2) und unterstützt neben Formatierungsoptionen wie Schriftart und Zeilenabstand auch automatische Silbentrennung und Blocksatz, was besonders auf kleinen Bildschirmen den Lesekomfort doch deutlich erhöht. Auch die Ränder kann man selber einstellen wenn sie denn zu groß wirken.
Zum erzeugen der .fb2-Dateien kann auf dem PC Calibre verwendet werden, das inzwischen über 20 verschiedene eBook-Formate lesen kann (und 16 verschiedene schreiben), und eine beachtliche Liste von Internet-Nachrichtenquellen enthält, aus denen man aktuelle Meldungen zu einem “Buch” verwursten kann – besonders für Internethandyflatrate-Verweigerer praktisch. Die Kombination passt auch durch das Netzwerkbibliothek-Feature gut zusammen, welches von FBReader als Client und Calibre als Server unterstützt wird. Damit kann man Bücher vom Handy aus über das heimische Netzwerk auswählen und herunterladen, wobei sogar die Umschlagbilder der Bücher in der Liste erscheinen. Alternativ kann man die Bücher natürlich auch direkt über USB ins Dateisystem des Handys kopieren.
Calibre versteht sich den Änderungslisten zufolge wohl auch gut mit iTunes, um Bücher auf die iGenen Apple-Gerätschaften zu bugsieren, ist also vielleicht auch in dieser Welt iNen Versuch wert.