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Archiv für das Tag 'GEZ'

Jens

Ich (GE)Zahle nicht mehr!

Zumindest nicht mehr für das inzwischen wirklich extrem miserable Fernsehprogramm.

Rückblick:

Vor knapp drei Jahren stellte ich fest, dass so ein Fernseher einem das ganze Wohnzimmer verschandelt. Was lag also näher, als sich für die im Wohnzimmer ohnehin vorhandenen Computer eine TV-Karte zuzulegen und den Fernseher für kleines Geld einem Kommilitonen zu überlassen, der sich darüber freut?

Nun ja, einer meiner Rechner fristete ab diesem Tag sein Dasein als Empfangsmaschine für das Fernsehprogramm. Der besondere Charme dieser Lösung war, dass man zu Beginn einer Sendung die Pausetaste betätigen konnte und so nicht mehr pünktlich zu Beginn einer Sendung auf dem Sofa sitzen “musste”. Weiterhin wurden Pausen nicht mehr von der Werbeunterbrechung befohlen und bei ausreichendem zeitlichen Nachlauf konnten diese auch übersprungen werden.

Nun ergab es sich, dass ich genau diesen Rechner verkaufte, da es unwirtschaftlich war, nur zu diesem Zweck einen zusätzlichen Computer zu besitzen. Der Umstand, dass ich die TV-Karte nun in einem anderen Rechner in Betrieb nehmen musste und dies aufgrund technischer Schwierigkeiten immer wieder aufschob führte in der Endkonsequenz dazu, dass Natascha und ich nun seit knapp 8 Monaten keinen Fernseher bzw. Fernsehempfangsgerät mehr besitzen.

Was für manchen ein grausamer Zustand sein mag, ist für uns eine echte Erholung, weil wir gar nicht mehr auf die Idee kommen, unser Leben nach einem Fernsehprogramm zu richten, das ohnehin zu gefühlten 95% völlig verdummt und verdummend ist.

Liebe GEZ,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich mich erfolgreich von der Notwendigkeit gelöst habe, dem geistig höchst anspruchslosen Fernsehprogramm folgen zu müssen.

Aus diesem Grund werde ich nunmehr lediglich die Gebühr für ein Radio und einen “Internetfähigen PC” leisten. Sobald es jedoch das erste Audiogerät für Fahrzeuge gibt, das nicht über ein Radioempfangsteil verfügt und sobald irgendjemand festgelegt hat, dass die Abgabe auf Computer unrechtmäßig ist, werde ich auch diese kündigen, denn ich sehe nicht ein, Mitglied in einem “Verein” zu sein, der seine Mitglieder derart schlecht behandelt.

Ein Aufruf:

Lasst den Fernseher aus, unterhaltet Euch mit Menschen, lest ein Buch, geht in die Natur, trefft Freunde, lernt etwas Neues.

Aber seht nicht fern, weil ihr nichts Besseres zu tun wisst.

Und für alle, die trotzdem gerne die ein oder andere Sendung anschauen möchte, gibt es Onlinetvrecorder.

Der Streit um die Urheberrechtsabgabe für Computer ist mal wieder entbrannt, also ist es höchste Zeit, dass ich der Welt meine Meinung zu dem Thema aufdränge.

Ich frage mich doch allen Ernstes, warum ich eine Urheberrechtsabgabe leisten soll. Auch, wenn diese im Kaufpreis eines Computers versteckt wird, so sehe ich das noch lange nicht ein. Selbst die Versicherung der Hersteller-Mafia, dass das alles gar nicht ins Gewicht fallen wird hilft mir hier nicht weiter.

Ich sehe so etwas als eine Pauschalverurteilung an. Muss ich in Zukunft auch monatlich an irgendwelche von der Pleite bedrohten Kaufhäuser Abgaben zahlen, weil ich ja eventuell bei denen mal etwas kaufen könnte?

Diese Art, ohne Leistung und Nachweis an Geld zu kommen, steht in meinen Augen alleine dem Staat zu, indem er Steuern erhebt. Eine pauschale Abgabe halte ich nicht für eine gerechte Entlohnung Kulturschaffender sondern für eine Art Kirchensteuer für Künstler.

Sehr schön finde ich auch, dass man sich derzeit nicht um das “Ob” sondern das “Wie hoch” unterhält.

Im Grunde setze ich diese Zwangsabgabe mit der Gebühr für internetfähige PCs gleich, die die GEZ erhebt. Es ist und bleibt ein Weg, ohne Leistung an Geld zu kommen, von dem ich bislang in meiner Naivität dachte, dass er mit dem Kommunismus und dem Raubrittertum untergegangen ist.a