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Archiv für das Tag 'Handy'

Als bekennender Fan der Serie Boston Legal stieß ich einer der späteren Folgen der letzten Staffel auf eine interessante Theorie, warum das Niveau der ausgestrahlten Fernsehsendungen immer weiter ins schier Bodenlose sinkt:

Es liegt gar nicht daran, dass die Menschen immer primitiver werden. Vielmehr sind die Handys[1] schuld, denn viele Menschen benutzen sie fortwährend und eben auch, während sie fernsehen.

Da sie also nun nur noch mit einem halben Ohr und einem halben Auge[2] dem Programm folgen, muss man das eben entsprechend seicht gestalten, damit man dem Ganzen noch folgen kann.

Ich bin ja so froh, dass ich den Blödsinn schon vor langer Zeit abgeschafft habe… Den Fernseher, nicht das Handy ;-)


[1] - schrecklich-deutsch für Mobiltelefone

[2] - Gemeint ist natürlich die Hälfte aller Ohren und die Hälfte aller Augen, das macht unter dem Strich ein Auge und ein Ohr…

Jens

Skype für Symbian OS

Nach längerer Warte- und Entwicklungszeit ist Skype für Symbian nun endlich fertig und die Herstellerseite zeigt auch mein N97 unter den kompatiblen Geräten.

Quelle: Skype.com Der Download mit einem alternativen Browser, wie z.B. Opera mobile oder Skyfire schlägt allerdings fehl, weil man bereits beim Öffnen der URL für mobile Geräte den Hinweis bekommt, dass es Skype für das verwendete Gerät nicht gibt.

Erst beim Aufruf der Seite mit dem vorinstallierten Browser führt zu einer korrekten Erkennung des Geräts.

Nach der Installation wird kurz der Haftungsausschluss angezeigt, daraufhin der Warnhinweis über den Anwendungszugriff auf Verbindungen, Netzwerke oder Anrufe und dann…

…stürzt Skype einfach ab.

Also werde ich mir wohl noch eine Weile mit Fring aushelfen.

Quelle: heise Unter diesem Titel bezieht sich heise auf eine Studie des amerikanischen Highway Loss Data Institute, in dem anhand eines Vergleichs der Unfallzahlen vor und nach Einführung eines Telefonierverbots ohne Freisprecheinrichtung aufgezeigt werden soll, dass ein Handyverbot nichts bringt.

Dazu möchte ich mal anmerken, dass dieses Institut sich auf seiner Startseite das wissenschaftliche Arbeiten auf die Fahne geschrieben hat, der Ausgang der Studie aber mit den Worten

"Die Unfallzahlen blieben vielleicht konstant, weil das Telefonieren per Freisprechanlage ebenso ablenkt, wie das Telefonieren mit einem Handy"

abgeschlossen wird, was nicht wissenschaftlich ist, sondern eine freche Behauptung [1].

Am Tag davor titelte heise mit “US-Forscher: Handy beim Autofahren kein Unfallrisiko”, was nicht im geringsten dem Inhalt entspricht und sich etwa auf dem Niveau einer Bild-Schlagzeile bewegt.

Nun, dann will ich den Herrschaften mal einen Steilpass geben, damit sie ihre eigene Studie besser verstehen:

Verbote bringen grundsätzlich nie etwas, es sei denn, man überwacht die Einhaltung der Verbote.

Beispiel:

Wenn man, wie ich, häufig auf den deutschen Autobahnen unterwegs ist, dann fragt man sich vielleicht, wieso LKW so oft im Überholverbot überholen, warum so dicht aufgefahren wird und warum man ständig rechts überholt wird. Auch hier ist die Antwort ganz einfach:

Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf einer Autobahn vom Blitz getroffen wird, ist höher, als diejenige, einen fahrenden Polizeiwagen zu sehen, der nicht nur von A nach B unterwegs ist, sondern dort tatsächlich der Verkehrsüberwachung dient.

Die Polizeibeamten sind an dieser Misere vermutlich unschuldig, ich sehe die Schuld eher bei den Politikern, die bei steigenden Kraftfahrzeugzahlen die Anzahl der Polizeibeamten reduzieren und gleichzeitig die Aufgaben der Polizei verdoppeln…

Gegenbeispiel:

Ich rege folgendes zweistufige Experiment [2] an:

  1. 30 Minuten Handytelefonierend über die Autobahn fahren und dabei nach eigenem Ermessen rechts überholen
  2. 30 Minuten in der Koblenzer oder Kölner Innenstadt ohne Parkschein parken

Bei was wird man erwischt? Genau.


[1] – Zitat von Dr. H.J.L., der mein Mathematiklehrer in der Oberstufe war und mit diesen Worten Aussagen kommentierte, die ohne jeglichen Beweis abgegeben wurden.

[2] – Es handelt sich hier lediglich um ein Gedankenexperiment, aber wer es unbedingt ausprobieren will, der soll mich hinterher nicht für die Folgen verantwortlich machen…