So titelt heise heute Morgen und wenn ich mir das durchlese, dann stelle ich, völlig abseits jeglicher Diskussion über Verletzungen der Privatsphäre und die böse Datenkrake, fest, dass hier wieder einmal ein Politiker [1] etwas von sich gibt, ohne vorher seine Hausaufgaben gemacht zu haben oder ein Politiker bewusst nur die halbe Wahrheit spricht.
Eines muss doch jedem klar sein: Wenn Google erst jeden um Erlaubnis fragen müsste, dann wäre das Projekt Street View tot, denn das ist total unrealistisch. Also soll Madame Verbraucherminister [1] doch bitte das Rückgrat haben, diese Forderung auch in Worte zu fassen und dazu zu stehen.
Gehen wir also einmal davon aus, dass sie nicht den Charakter hat, dies zu tun, dann wird Google also weiterhin in Deutschland Häuser, Straßen und Menschen fotografieren [2] und sollte der Blick einer Street View-Kamera zufällig einmal just in dem Moment durch mein Küchenfenster fallen, in dem ich mich unbekleidet von der Dusche ins Schlafzimmer begebe und sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich dabei auch noch zu erkennen bin, dann werde ich einfach das tun, was mir Google anbietet:
Quelle: http://maps.google.de/help/maps/streetview/faq.html#q7
(abgerufen 070631Zfeb10 [3])
Die Wahrscheinlichkeit, dass das in Koblenz passiert ist übrigens wirklich nahe bei 0, weil eine Kamera für vernünftige Bilder, wie wir alle wissen, möglichst ruhig gehalten werden sollte, das kann man aber bei den Schlaglöchern und Bodenwellen der Koblenzer Straßen getrost vergessen. Die Straßen hier sehen ja schlimmer aus, als sie in Neufünfland [4] jemals aussahen.
Ist das nicht auch ein Argument, warum der Solidaritätsbeitrag inzwischen längst vom Osten an den Westen gezahlt werden müsste…?
[1] – Gender-was? Ich verwende in jedem Fall überall die traditionellen Berufsbezeichnungen, also die männliche Form. Ich sehe nicht ein, dass irgendeine Strömung, die noch dazu mit einem amerikanischen Begriff bezeichnet wird, auf meinem Blog zur Unleserlichkeit führt. Eine Frau in Flecktarn mit drei Sternen auf jeder Schulter ist ja auch keine Hauptfrau…
[2] – Das darf übrigens jede Privatperson – die auf den Bildern eingefangenen Menschen sind ja nur Teil des Vordergrunds…
[3] – Die beste Methode, Tag und Uhrzeit anzugeben ist die Datum-Uhrzeit-Gruppe, DTG (Date-Time-Group)
[4] – http://de.wikipedia.org/wiki/Neuf%C3%BCnfland?title=Neuf%C3%BCnfland&redirect=no