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Archiv für das Tag 'Koblenz'

Jens

BuGa in Koblenz

Ja, es ist eines meiner liebsten Hassthemen[1] des noch jungen Jahres, die bevorstehende BuGa, die in Koblenz deutliche Zeichen hinterlässt.

Grund genug für den Spiegel, einen sehr schönen Artikel "Vielen Dank für die Schulden" zu veröffentlichen.

Ich kann die dort gezeichnete Meinung sehr gut nachvollziehen, denn auch ich frage mich oft:

In was für einer Finanzkrise leben wir eigentlich, wenn es uns doch noch so gut geht, dass wir derartige Unsummen für nichts und wieder nichts[2] aus dem Fenster werfen können?

Wie kann man unseren gewählten Volksvertretern Glauben schenken, wenn Sie uns auf der einen Seite auffordern, den Gürtel enger zu schnallen und sie auf der anderen Seite das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinauswerfen?

Ich komme erneut zu dem Schluss, dass uns allen eine gehörige Portion Demut fehlt.


[1] - Hass ist das Gegenteil von Liebe. Der Begriff ist nicht rechts angehaucht…

[2] - Frei nach Heinz-Rudolf Kunze (Liedtext)

So titelt heise heute Morgen und wenn ich mir das durchlese, dann stelle ich, völlig abseits jeglicher Diskussion über Verletzungen der Privatsphäre und die böse Datenkrake, fest, dass hier wieder einmal ein Politiker [1] etwas von sich gibt, ohne vorher seine Hausaufgaben gemacht zu haben oder ein Politiker bewusst nur die halbe Wahrheit spricht.

Eines muss doch jedem klar sein: Wenn Google erst jeden um Erlaubnis fragen müsste, dann wäre das Projekt Street View tot, denn das ist total unrealistisch. Also soll Madame Verbraucherminister [1] doch bitte das Rückgrat haben, diese Forderung auch in Worte zu fassen und dazu zu stehen.

Gehen wir also einmal davon aus, dass sie nicht den Charakter hat, dies zu tun, dann wird Google also weiterhin in Deutschland Häuser, Straßen und Menschen fotografieren [2] und sollte der Blick einer Street View-Kamera zufällig einmal just in dem Moment durch mein Küchenfenster fallen, in dem ich mich unbekleidet von der Dusche ins Schlafzimmer begebe und sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich dabei auch noch zu erkennen bin, dann werde ich einfach das tun, was mir Google anbietet:

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Quelle: http://maps.google.de/help/maps/streetview/faq.html#q7 
(abgerufen 070631Zfeb10 [3])

Die Wahrscheinlichkeit, dass das in Koblenz passiert ist übrigens wirklich nahe bei 0, weil eine Kamera für vernünftige Bilder, wie wir alle wissen, möglichst ruhig gehalten werden sollte, das kann man aber bei den Schlaglöchern und Bodenwellen der Koblenzer Straßen getrost vergessen. Die Straßen hier sehen ja schlimmer aus, als sie in Neufünfland [4] jemals aussahen.

Ist das nicht auch ein Argument, warum der Solidaritätsbeitrag inzwischen längst vom Osten an den Westen gezahlt werden müsste…?


[1] – Gender-was? Ich verwende in jedem Fall überall die traditionellen Berufsbezeichnungen, also die männliche Form. Ich sehe nicht ein, dass irgendeine Strömung, die noch dazu mit einem amerikanischen Begriff bezeichnet wird, auf meinem Blog zur Unleserlichkeit führt. Eine Frau in Flecktarn mit drei Sternen auf jeder Schulter ist ja auch keine Hauptfrau…

[2] – Das darf übrigens jede Privatperson – die auf den Bildern eingefangenen Menschen sind ja nur Teil des Vordergrunds…

[3] – Die beste Methode, Tag und Uhrzeit anzugeben ist die Datum-Uhrzeit-Gruppe, DTG (Date-Time-Group)

[4] – http://de.wikipedia.org/wiki/Neuf%C3%BCnfland?title=Neuf%C3%BCnfland&redirect=no

Eigentlich war ich heute Morgen auf der Suche nach dem Schriftzug, mit dem diese lustigen Stoffbeutel bedruckt sind, die man bei Wohnortwechsel nach Koblenz erhält:

“Koblenz – meine Stadt zum Bleiben”.

Den habe ich natürlich nicht gefunden, aber dafür auf der Startseite der Stadt Koblenz ein anderes Logo, das nach kurzer Bearbeitung meine Meinung zur BuGa in Koblenz zusammenfasst:

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Natürlich sehe ich das alles von einem extrem eingeschränkten, subjektiven und kleinbürgerlichen Standpunkt aus: Von meinem.

Wenn ich von der Goldgrube aus in die Stadt gehe, dann muss ich Umwege um irgendwelche Baustellen laufen, weil die Unterführung gesperrt ist [1].

Zum Rheinufer gehe ich auch nicht mehr, weil da irgendeine Baufirma ihren überschüssigen Beton in Stufenform abgekippt hat.

Als wir das letzte Mal grillen gehen wollten und vorher extra beim Ordnungsamt nachgefragt haben, wo man das denn noch darf [2], da wurden wir auf einen Grillplatz verwiesen, der durch Umbauarbeiten für die BuGa als solcher nicht mehr nutzbar war.

Mehr muss ich nicht anführen, denn es ist ja mein Eindruck und es ist auch meine ganz persönliche, eingeschränkte und naive Meinung, dass die Entscheidungsträger mich nicht gefragt haben, ob ich eine BuGa in Koblenz will, also darf ich auch weiter über diese Geldverschwendung und Stadtverschandelung meckern.


[1] – Ich habe keine Ahnung, ob sie es immer noch ist, ich gehe nicht mehr auf die Baustelle, äh, in die Stadt.

[2] – Die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Koblenz…

Jens

Viel hilft viel

Das ist die kurze Zusammenfassung einer sehr falschen Lebenseinstellung oder die einfache Art, den Ausspruch Qualität geht über Quantität [1] durch die Tat ad absurdum zu führen.

Heute Morgen durfte ich diese anscheinend typisch deutsche Lebenseinstellung wieder in ihrem Auswirkungen bewundern, als ich auf dem Rückweg vom Bäcker so seltsame Schneeverwehungen sah:

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Das sieht aber seltsam aus, dachte ich noch, während ich näher heranging:

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Anscheinend ist der Schnee vereist, denn er hat eine sehr kristalline Form…

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Ah, das Rätsel ist gelöst, es ist kein Schnee, da hat jemand in unendlicher Weisheit und Wetterfühligkeit den nächsten Bodenfrost mit Blitzeis vorhergesehen und schon einmal Salzdepots angelegt ;-)

Wie gut, dass es Städte gibt, in denen das private Salzstreuen inzwischen verboten ist [2], weil man erkannt hat, dass das ganze die Umwelt und die Schuhe schädigt.

Und noch besser finde ich es, wenn einer Stadt das Salz ausgeht und man länger etwas von dem schönen Weiß hat. Am letzten Wochenende hat es dazu geführt, dass wir ziemlich viel zu Fuß erledigt haben, viel frische Luft geatmet haben und uns sehr über Fahrer von Oberklasselimousinen mit Heckantrieb und Sommerreifen amüsiert haben


[1] – Nein, das hat nichts mit Füßen zu tun.

[2] – Koblenz gehört nicht dazu, das ist aber auch klar, schließlich leben wir hier in extremen alpinen Verhältnissen und bei 20 Tagen Schnee im Jahr und durchschnittlich 50cm Neuschnee pro Nacht… </Sarkasmus>