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Archiv für das Tag 'Parken'

Ein schöner Artikel steht in der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post. Was dort steht trifft ganz sicher nicht nur auf Mettmann sondern auch auf fast alle anderen deutschen Städte zu: Die bloße Menge an Verkehrsschildern treibt einen Autofahrer in den Wahnsinn.

Ich frage mich schon lange, warum man nicht Regeln aus anderen Ländern übernehmen kann, wenn sie denn offensichtlich zu Vereinfachungen führen?[1]

imageEin typisches Beispiel voller Missverständnisse sind wohl die folgenden beiden Schilder mit allen möglichen Zusätzen, wie “ab hier”, “bis hier”, “davor und danach”, “an Werktagen”, “zwischen 7 und 18 Uhr”, “Donnerstags zwischen 7 und 9”:

Wer soll sich denn da noch auskennen, wenn man im fließenden Verkehr einen Parkplatz sucht, wohin da welcher Pfeil zeigt, ob der Samstag ein Werktag ist und wie viel Uhr wir gerade haben?

Hinzu kommt, dass Schilder auch noch richtig herum aufgestellt sein müssen, eben so, wie sie in der StVO abgebildet sind…

Aber zurück zum Thema Schilder und Parken.

Vor einigen Jahren war ich mal auf der englischen Insel und die Regelungen bzw. Markierungen für Parken oder nicht Parken gefielen mir dort wirklich gut, weil sie einfach und unmissverständlich sind:

Parken

Eine einfache gelbe Linie am Straßenrand bedeutet das Parkverbot an Werktagen, eine doppelte gelbe Linie, welche parallel zum Rinnstein am Straßenrand verlaufen, bedeuten das generelle Park- bzw. Halteverbot. Eine gelbe Linie, welche unterbrochen ist, verbietet das Parken zu bestimmten Zeiten. Zu welcher Zeit die Verbote gelten, steht geschrieben auf den kleinen Schildern am Straßenrand. Entgegen der Fahrtrichtung Parken wird meist toleriert.
Der Parkraum ist meist knapp, doch es gibt oft gekennzeichnete Parkflächen, wo Sie Ihr Fahrzeug auch länger abstellen können. Manchmal ist die Parkdauer begrenzt, auf 12 oder 18 Stunden.

Halteverbot

Eine weiße und doppelte Längslinie in der Mitte der Straße bedeutet Halteverbot. In London gibt es auch rote Linien am Straßenrand, welche das Halteverbot nochmals verschärfen, damit der Verkehrsstrom ungehindert auf allen Spuren fließen kann.

Quelle: www.autogenau.de

Das sieht dann in der Praxis so aus:

imageimage

Quelle: HighwayCode

So ein System ist vermutlich etwas intuitiver, als unsere Schilder.

  1. Gehört hier ein Fragezeichen hin…? []

Der Slogan fiel mir spontan ein, als ich dieses parkende Auto auf dem Parkplatz hinter dem Koblenzer Mediamarkt sah:

Der Fahrzeugführer hat sich in diesem Moment sicherlich keine Gedanken über eventuelle Rollstuhlfahrer gemacht, die nur über diesen Weg zum Parkplatz gelangen können.

Jens

Parken ist Glückssache

Den meisten war es ja schon immer klar, dass Parken Glückssache ist. Viele fahren ja auch nach dem gleichen Motto.
Ich wäre beispielsweise gerne dabeigewesen, als der Fahrer des folgenden Fahrzeugs, sicherlich mit viel Schwung, in diese Parklücke auf unserem Uniparkplatz fuhr und danach offensichtlich die Flucht ergriff.
Parkastrophe_1Wenn ich so etwas sehe, dann frage ich mich immer, liegt es wirklich an der Automarke, dass jemand durch seine Parkweise einen so arroganten Eindruck hinterlässt? Kann es wirklich sein, dass jemand denkt, er habe mehr für sein Auto bezahlt als andere und habe deswegen mehr Recht(e)?
Leider zeigen meine Erfahrungen im Straßenverkehr täglich genau das, nicht umsonst sind die meisten Taxen (Mehrzahl von Taxi, zumindest zu der Zeit, als Deutsch noch groß geschrieben wurde…) ebenfalls von diesem Fabrikat: Fahren tun sie genauso rücksichtslos, die meisten der sogenannten Damen und Herren Berufskraftfahrer.

Parkastrophe_2Um so angenehmer war es für mich, festzustellen, dass die ganzen Kurven- und vor-Blumenbeet-Parker heute mal ein Knöllchen bekommen haben, aber 10 Euro sind für diese Art der Rücksichts- und Sorglosigkeit einfach zu wenig. Aber ich will nicht meckern, wenigstens passiert überhaupt einmal etwas.