01.02.2010
Viel hilft viel
Das ist die kurze Zusammenfassung einer sehr falschen Lebenseinstellung oder die einfache Art, den Ausspruch Qualität geht über Quantität [1] durch die Tat ad absurdum zu führen.
Heute Morgen durfte ich diese anscheinend typisch deutsche Lebenseinstellung wieder in ihrem Auswirkungen bewundern, als ich auf dem Rückweg vom Bäcker so seltsame Schneeverwehungen sah:
Das sieht aber seltsam aus, dachte ich noch, während ich näher heranging:
Anscheinend ist der Schnee vereist, denn er hat eine sehr kristalline Form…
Ah, das Rätsel ist gelöst, es ist kein Schnee, da hat jemand in unendlicher Weisheit und Wetterfühligkeit den nächsten Bodenfrost mit Blitzeis vorhergesehen und schon einmal Salzdepots angelegt
Wie gut, dass es Städte gibt, in denen das private Salzstreuen inzwischen verboten ist [2], weil man erkannt hat, dass das ganze die Umwelt und die Schuhe schädigt.
Und noch besser finde ich es, wenn einer Stadt das Salz ausgeht und man länger etwas von dem schönen Weiß hat. Am letzten Wochenende hat es dazu geführt, dass wir ziemlich viel zu Fuß erledigt haben, viel frische Luft geatmet haben und uns sehr über Fahrer von Oberklasselimousinen mit Heckantrieb und Sommerreifen amüsiert haben
[1] – Nein, das hat nichts mit Füßen zu tun.
[2] – Koblenz gehört nicht dazu, das ist aber auch klar, schließlich leben wir hier in extremen alpinen Verhältnissen und bei 20 Tagen Schnee im Jahr und durchschnittlich 50cm Neuschnee pro Nacht… </Sarkasmus>


