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Archiv für das Tag 'Weihnachten'

Jens

Weihnachten

Erst kürzlich las ich wieder, dass es zum guten Ton gehört, Weihnachtsgrüße schriftlich und vor allem mindestens teilweise[1] handschriftlich zu versenden.

Nun gut, das gilt sicherlich für diese üblichen “Ich/Wir wünsche(n) Ihnen (und Ihren Angehörigen/Mitarbeitern) frohe/gesegnete/friedvolle Weihnachten/Festtage und alles Gute/einen guten Rutsch ins/für das nächste/kommende Jahr”-Karten. Die finde ich, ehrlich gesagt, eher zwanghaft und herzlos.

Genau so, hmm, seltsam betrachte ich es, wenn bereits ab dem 23.12. nachmittags allerorts aus voller Brust “Fröhliche Weihnachten” trompetet wird.

Das alles ist auch der Grund, warum es von mir bislang keine Weihnachtskorrespondenz gab, denn

erst jetzt ist Weihnachten![2]

Ja, was wollte ich eigentlich sagen…?

Ah, ich erinnere mich:

Die Medien, so scheint es mir, schaffen es in jedem Jahr etwa mehr, den Sinn des Weihnachtsfestes zu entfremden. Werbung in Radio und Fernsehen verleidet die Weihnachtstage schon lange bevor sie eigentlich beginnen: Die besinnliche Adventszeit wird zum audiovisuellen Spießrutenlauf durch „Ich bin doch nicht blöd“, „Last Christmas, I gave you my heart“ und deren Verwandte. Der eigentliche Sinn dieses christlichen Festes geht dabei gnadenlos zugrunde[3].

Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen sollte das Weihnachtsfest für die Menschen unserer Zeit, egal, an was sie glauben oder auch nicht glauben, eine Zeit sein, in der sie an andere Menschen denken und in der sie zur Ruhe kommen.

An diesen Tagen und in der davor liegenden Adventszeit sollten wir an Menschen denken, die uns etwas bedeuten, an Menschen, die unser Leben beeinflusst haben und an alle die, an die wir vielleicht nicht mehr so oft denken, die uns aber einmal wichtig waren.

Weihnachten soll uns eine Zeit sein, in der wir andere wissen lassen, dass wir an sie denken und in der wir Hoffnung und neue Kraft schöpfen.

So wünsche ich Euch und Ihnen, ein ruhiges und glückliches Weihnachtsfest und viel Glück, Gesundheit und – sofern erwünscht – Gottes Segen für die Weihnachtstage und das kommende Jahr.

Die beiden folgenden Lieder gefallen mir persönlich sehr gut und sie mögen für ein wenig weihnachtliche Stimmung sorgen:

und:

http://www.kindermusical.de/musik/menschen_ganz.mp3

  1. Anrede und Grußformel []
  2. Wer mich kennt, der weiß, dass ich mit Ausrufezeichen äußerst sparsam umgehe []
  3. Ich werde das nicht auseinander schreiben []
Jens

Frohe Weihnachten!!!

Weihnachts-SMS? Grußkarten? E-Mails? Anrufe? Alles alte Hüte, aus diesem Grund blogge ich meinen Weihnachtsgruß in diesem Jahr an die weite Welt und an die etwa drei Menschen, die sich regelmäßig auf meinen Blog verirren.
Und wer das nicht liest, der kann sich bei eventuellen Beschwerden von mir nur ein “Du liest meinen Blog nicht???” abholen.

Zu Beginn möchte ich auf ein grandioses Weihnachtslied hinweisen, das den ganzen Wahnsinn, zu dem dieses Fest verkommen ist, auf eine sehr nette Art aufgreift:

Wer jetzt auf den Text geachtet hat, der weiß, dass es an Weihnachten um folgende wichtige Dinge geht:

  • Geschenke
  • Harmonie
  • mehr Geschenke
  • Tannenbäume
  • Festessen
  • noch ein paar mehr Geschenke

Wenn man dem Weihnachtsfest allerdings mal unter die Haube schaut, dann muss man feststellen, dass es sich um ein Geburtstagsfest handelt und eigentlich nur dem Geburtstagskind Geschenke zustehen.
Außerdem lädt das Geburtstagskind alle Freunde zu einer Feier ein.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass Weihnachten ein christliches bzw. kirchliches Fest ist, ein Fest, bei dem Gläubige den “Jahrestag” des Erscheinens von Jesus Christus auf dieser Welt feiern.

Mit dem Glauben ist es nun so eine Sache, auch der meine war sicherlich mal stärker, dennoch habe ich mich insbesondere in der letzten Zeit und das auch völlig unabhängig vom drohenden Weihnachtsfest, gedanklich etwas intensiver damit auseinandergesetzt und muss zu dem Schluss kommen, dass ein sehr großer Prozentsatz an Weihnachten nicht die Geburt des Erlösers sondern die Eröffnung des ersten MediaMarktes, die Erfindung des Lebkuchens und den Mäster der Weihnachtsgans feiert.

Ich bin ja vielen als ein sehr toleranter Typ Mensch bekannt, der jedem das Seine lässt, solange er mich in Ruhe lässt, so werde ich es auch hier halten:

Liebe Verwandte, Freunde, Bekannte und auch Unbekannte dort draußen,

ich wünsche Euch allen und allen Menschen, die Euch nahe stehen eine Zeit der Freude, der Ruhe und der Besinnung. Ich wünsche Euch Gesundheit, Lebensglück, Erfüllung und Zufriedenheit.

Ich wünsche Euch, dass Gott, egal bei welchem Namen Ihr ihn nennt, Euch Freude am Leben schenkt und dass auch Ihr anderen Freude bereitet.

Nachdem das nun gesagt ist, bin ich guten Mutes, dass wir auch die diesjährigen Feiertage überstehen und uns spätestens im kommenden Jahr alle wiedersehen.

Guten Appetit.